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Platzgestaltung in Brunnkirchen

(1997 - 1999)

Die Lösung für den Brunnenentwurf auf dem Dorfplatz in Brunnkirchen bei Krems entspricht keiner herkömmlichen Brunnengestaltung. Sie ist das Produkt einer formal wie inhaltlich künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Wasser. Zwei sich längsseitig gegenüberstehende, einander zugeneigte quaderförmige Steinbecken auf Unterbauten dienen als Wasserbehälter. Gleichzeitig folgen ihre zwei Wasseroberflächen der Idee des Künstlers von einer metaphorischen Spiegelfunktion der in der Geschichte des Ortes mehrfach bestandenen Brunnen.

Ein besonderes Anliegen Willi Kopfs galt der exakten proportionalen Stimmigkeit zwischen den einzelnen Bauelementen. So entspricht der Kippeffekt der Brunnenteile dem nach zwei Seiten hin abfallenden Terrain. Der Platz wurde mit Granit in einer auf die gesamte Grundfläche des Platzes ausgerichteten Rasterstruktur gepflastert. Die Glätte der Wasseroberflächen wurde in der strengen, reduzierten Platzgestaltung übernommen und weitergeführt. Durch die axiale Ausrichtung des Platzes und die beidseitige Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern, ist hier ein bühnenartiger Freiraum entstanden.

(Quelle: C. Offergeid, in: Veröffentlichte Kunst - Kunst im öffentlichen Raum 5, Katalog des NÖ Landesmuseums, Neue Folge Nr. 418a, 2000)